Stauanlagen und Hochwasserschutz

Hochwasserrückhaltebecken mit überströmbarer Dammscharte

Hochwasserschutz kann durch den Bau von Hochwasserrückhaltebecken außerhalb eines Ortes oder durch lokale Schutzmaßnahmen im Ort erfolgen.

Hochwasserrückhaltebecken nehmen die Wassermengen auf, speichern sie und geben sie dann gedrosselt an die Unterlieger ab.

Zur Vermeidung teurer und aufwendiger Entlastungsbauwerke eignet sich bei Erddämmen die überströmbare Gestaltung eines Dammes.

Dabei wird ein Teil der Dammkrone abgesenkt, damit ein etwaiges Hochwasser nach unterstrom abgeführt werden kann. Zur schadlosen Entlastung der häufig riesigen Wassermassen muss der Damm an dieser Stelle durch ein stabiles Deckwerk gesichert sein.

Für die Lebewesen im Gewässer stellen die früher gebauten Erddämme häufig Wanderbarrieren dar, die nicht überwunden werden können. Neue Rückhaltebecken müssen deshalb so gestaltet sein, dass sie ökologisch durchgängig sind. Dafür ist nicht nur eine Sohle aus Substrat erforderlich, es muss auch genügend Licht vorhanden sein, um den Fischen und Kleinlebewesen Anreiz zur Wanderung zu bieten.

Eine Option zu den bestehenden und etablierten offenen Bauarten von Hochwasserrückhaltebecken ist z.B. die Variante einen geschlossenen Stollen über Glasfaserkabel mit Tageslicht zu beleuchten.

Zur Durchgängigkeit von Hochwasserrückhaltebecken über den Grundablassstollen wurden Versuche durchgeführt, die sehr gute Ergebnisse lieferten.              

Dammbau

Werden Flüsse dauerhaft zur Schaffung von Speicherseen oder zeitweise zum Vorhalten von Speicherraum im Hochwasserfall aufgestaut, ist in der Regel ein Staudamm zu errichten. Dies wird seit vielen Jahrhunderten für die Trinkwasserspeicherung, den Hochwasserschutz oder auch für die Stromproduktion von Menschen praktiziert.

Das größte vom Büro Eppler geplante und gebaute Dammbauwerk ist die Trinkwassertalsperre Kleine Kinzig. Mit ihrem 70 m hohen Steinschüttdamm mit innenliegender Dichtung wurde der Trinkwasserspeicher im Schwarzwald mit einem Inhalt von 13 Mio m³ in den 80-er Jahren geplant. Es folgte die Ausführung mit Ausschreibungen, Abrechnung und Bauleitung. Neben der Bodenseewasserversorgung und der Landeswasserversorgung ist die Trinkwasserversorgung der Kleinen Kinzig die 3. größte Trinkwasserversorgung in Baden Württemberg.

Neben der konstruktiven Erfahrung im Staudammbau sind wir in der Lage, Ihnen auch unter dem Aspekt sicherheitstechnischer Belange kostengünstige und wirtschaftliche Lösungen für Staudämme anzubieten und auszuarbeiten.

Ingenieurleistung im Fluss der Zeit

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